Ein Projekt mit der Tagesschule Spitalacker vom November 2015 bis April 2016 - Bilder und selbst gebautes und sich selbst in Bewegung bringen, sich selbst lebendig und kreativ erleben dürfen
Ich zitiere Viktor Näf
Der Projekttitel ist eigentlich ein MacGuffin, ein von Alfred Hitchcock geprägter Begriff für mehr oder weniger beliebige Objekte oder Personen, die in einem Film dazu dienen, die Handlung auszulösen oder voranzutreiben. Bei mir treffen die Kinder eine grosse Auswahl an Materialien, Ideen und visuelle Anregungen an und beginnen ganz offen eigene Ideen und eigenes Handeln auzuprobieren, unter anderem auch StoppMotion-Trickfilme.
Auch diesmal dufte ich beobachten, dass die Kinder so von einem ins andere kommen, angeregt durch das eigene Gestalten oder das der sie umgebenden anderen Kinder. Es besteht von Anfang an kein Plan, kein Ziel, sondern die eigene Freude und Deutung steht ganz im Zentrum des kreativen Tuns. Fast alles war möglich und wohlwollend begleitet und auch Momente der Langeweile durften sein. Nicht ich leite die Kinder an, sondern die Kinder regen mich an, Sie auf ihren Wegen ein Stück zu begleiten. Das ist der Kern und die Stärke des Projekts. Kinder, die mit den BetreuerInnen unruhig und zappelig im Oberfeld ankamen, wurden in kürzester Zeit innerlich ruhig, engagiert, konzentriert und strahlten eine grosse Freude aus.
Eine Gruppe von Buben beschäftigte sich jedes mal mit den Legosteinen, Starwarsfiguren und inszenierten kurze Geschichten auf der Fotobühne
Eine Gruppe von Mädchen waren mit Knete zugange und inszenierten kurze Abläufe mit Tierfiguren; plötzlich tauchte ein Handy aus Knete auf und andere liessen sich davon animieren (wurde danach anscheinend zum Thema auch im Schulhaus)
Die grosse Auswahl an Dominoelementen regte bestimmte Kinder alle Nachmittage immer wieder für neue Dominos an
Eine Flasche mit Gouache wurde entdeckt und plötzlich entstanden damit eine Vielzahl bewegter und überraschender Abklatschbilder.
Auch für Aufklappbilder wurde immer wieder erfragt wie das geht...
Die Kinder waren körperlich und geistig in grösster Bewegung und liessen sich von den angebotenen Materialien laufend neu anregen, auch bis ins Alter von 14 Jahren; für mich ist das sehr beglückend und berührend.
Das Projekt wurde an einem Apéro mit den Kindern und den Eltern in der Tagesschule als filmische Dokumentation präsentiert. Für drei Wochen lief danach die Dokumentation im Schulhaus-Schaufenster der Tagesschule auf einem grossen Bildschirm. Weitere Lehrpersonen, Schulen wurden zur Besichtigung eingeladen. Meine Erfahrung zeigt, dass sich das oben skizzierte Vorgehen sehr bewährt und die Kinder ihr eigenes Potential, ihr Engagement und ihre Freude erleben dürfen. Jede Gruppe macht IHREN Weg und es ergeben sich immer wieder neue Bilder und neue unerwartete und schöne Bewegungen.
Machen Sie sich ein Bild, Video hier
Viktor Näf kleinaberfein
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Viktor Näf kleinaberfein
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