Dienstag, 1. Dezember 2009

KIOSK mit Meris



Seit 3 Jahren gestalten wir im KIDSWEST in der offenen kunstWerkstatt in einem work in progress verschiedene Projekte, u. a. zum Thema RABEN. Dabei stiessen wir auf eine alte Voliere. Darin wollten die Kids eigentlich mal ein Restaurant installieren...
Für das aktuelle Projekt i. R. v. INTERVENTIONEN "hierundort" 09 schlug ich den Kindern vor, mit der Voliere statt ein Restaurant einen Kiosk zu bauen. Darauf liessen sie sich freudig ein. Ich forderte sie auf ihren KIOSK zu skizzieren und miteinander darüber zu reden…. Dabei tauchte plötzlich die wichtige Frage auf, was denn überhaupt verkauft werden solle? Jedes Kind will etwas anderes verkaufen…!

"WAS AUF DEM TISCH LIEGT" mit Kathrin Racz


Von Meris bin ich explizit eingeladen worden, weil die Kinder von kidswest.ch den Wunsch geäussert haben, "endlich wieder einmal selber zu malen".
Ich interpretiere diesen Wunsch nach "malen" auch als Wunsch nach einem sinnlichen Erlebnis. Vielleicht auch als Wunsch nach etwas Überschaubarem oder Altbekanntem; wohl so, wie sich nach zwei Wochen Weihnachtsferien und Neujahrsessen der Wunsch nach Spaghetti/ Curry/Cevapcici/Böreck oder Rösti einstellen kann.
Beim Erstgespräch mit den Kindern stellt sich dann heraus, dass die Frage nach dem Inhalt einer Arbeit für sie zentral ist. Das Formale scheint sekundär, da ja schon bekannt.
Zum Inhalt des Malprojekts:
KEINE ANGST VOR DEM LEEREN BLATT oder WAS LIEGT DENN HEUTE AUF DEM TISCH?
Für mich ist wichtig, dass bei diesem Projekt ein Bezug zum Alltag der Kinder hergestellt wird und eventuell eine Brücke nach Kenia "gebaut" werden kann.
Am 16. September reise ich für acht Wochen nach Nairobi, um an einem Artist in Residence Programm teilzunehmen. Zu meinen Pflichten dort wird u. a. ein Workshop mit Kindern in
einem "Outreach-Programm" gehören: http://www.kuonatrust.org
Während meiner Abwesenheit sollten sich die teilnehmenden Kinder von kidswest.ch bereits auf das im Dezember stattfindende Malprojekt vorbereiten. Sie lernen so auch gleich zwei wichtige Punkte in der künstlerischen Arbeit kennen: Wie wichtig eine Vorbereitungszeit ist, und den Umhang mit Selbstdisziplin!
Zum Formalen des Malprojekts:
Wir werden mit Pigmenten und Acrylbinder malen und die Kinder erfahren nebenbei Neues über Farbe, ihre Herstellung und ihren Gebrauch. Wir werden auf verschiedene Untergründe malen.
Präsentation:
Schön wäre ein Abschluss mit "gedecktem Tisch" kurz vor Weihnachten oder zu Beginn des neuen Jahres im speziell dafür hergerichteten kidswestRaum.
Vernissage: Am 07. Jan. 2010 um 18:00h im Kidswest, Waldmannstrasse 35 Bern

Bern, 4. September 2009
Kathrin Racz


kidswest.ch in der Kindertagesschau


Die «Kindertagesschau» ersetzte vom 7. bis 11. September 2009 die gewohnte Sendung «Tagesschau» um 18.00 Uhr. Die Kinder aus der SF-Schulklasse haben wichtige Ereignisse des Tages aus ihrer Optik zusammengefasst. Unterstützt von SF-Redaktoren erarbeiteten sie die Sendeinhalte und übernahmen die Moderation der «Kindertagesschau»
Ein Kinderreporterteam kam aus Zürich zu uns nach Bern ins kidswest. Bei diesem Zusammentreffen und durch die erfolgte Sendung realisierten die Kids, dass das TV nicht unbedingt die Wirklichkeit zeigt. Und bei unserem nachträglichen Gespräch darüber kam heraus, dass die Kids ihr Manko selber bemerkten, ohne dass ich etwas dazu sagen musste: Sie alle können nicht gut öffentlich reden und befanden, dass sie zu wenig schlagfertig waren. Das werden wir nun zukünftig kräftig üben :-))

Besuch im Bundeshaus




Mit Raben gegen Rassismus
Von Norbert Hunziker
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf empfing den Kinderbundesrat aus dem Tscharnergut zu einem «Klausur-Zvieri». Eine weisse Stretchlimousine fährt vor.

10 Kinderbundesräte entsteigen der Staatskarosse und betreten das Bundeshaus. Im «Salle du Président» in der Bundeshausloge West empfängt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf die Kinder zum Zvieri. Alle haben sich fein in Schale geworfen. Der Kinderbundesrat entstand nach einer offiziellen Version des Bundesratsfotos am Originalschauplatz. «Wir haben uns über die doofen Rabenplakate der SVP aufgeregt, weil sie so ausländerfeindlich sind», sagt Kinderbundesrätin Sasime Osmani vom Departement für Lesen, Schreiben und Reden. Deshalb hätten sie etwas Witziges dagegen unternommen und ein Bundesratsfoto nachgestellt. Von dieser mutigen Idee angetan, lud Bundesrätin Widmer-Schlumpf die Kinder aus dem Tscharnergut kurzerhand zu einem gemütlichen Zvieri ins Bundeshaus ein.

Das Projekt «Kidswest» im Tscharnergut ist eine offene Kinderkunstwerkstatt für ausländische Kinder und Jugendliche. «Im Zentrum Paul Klee gibt es eine tolle Kinderkunstplattform», sagt «Kidswest»-Leiterin Meris Schüpbach. Diese zu besuchen könnten sich Migrantenkinder jedoch meistens nicht leisten. Deshalb habe sie vor drei Jahren dieses Angebot im Tscharnergutquartier, wo der Ausländeranteil der Bevölkerung und die Jugendarbeitslosigkeit hoch sind, lanciert.

Leuenbergers Krawatte

Die «Kidswest»-Bundesräte haben alle einen schwarzen Raben aus eisenhaltigem Ton getöpfert und ihn an der Sitzung mit der Justizministerin vor sich auf dem Tisch aufgestellt. Der grösste Rabe stellt Bundesrat Couchepin dar. Die Kids haben jeden Raben mit einer roten Schleife dekoriert, in der sie dem Originalbundesrat Wünsche aufgeschrieben haben. «Ich habe mir für das nachgestellte Bundesratsfoto extra die gleiche Krawatte wie Bundesrat Leuenberger gekauft», erzählt Ihab Atta vom Departement für Informatik. «Ich werde die Raben meinen Regierungskollegen gerne an der nächsten Sitzung überreichen», sagt Widmer-Schlumpf und lobt die aufgeweckten ausländischen Kinder für ihr «grosses und kreatives soziales Engagement».
(Berner Zeitung)

Erstellt: 10.09.2009, 08:24 Uhr

Sing- und Tanzprobe



Für den bevorstehenden Besuch bei Frau Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf übten wir für sie ein Lied: "Es Burebüebli man-i nid" und lernten dazu tanzen.

Letzter SANDSTEIN WERKTAG mit Vernissage






Die Kinder freuten sich sehr auf diesen wichtigen Tag, wo viel Besuch kommen wird. Sie arbeiteten fleissig an ihren Steinen und ich holte Knapperzeug und viele Getränke. Als ich zurückkam, hörte ich von weitem das Klopfen der Kinder auf ihre Meissel, die verschieden rhythmischen Töne. Es tönte wie eine "Musikinstallation"! Ich dachte, schade dass ich das nicht mit einem Tongerät aufnehmen kann. Es war sehr schön den Kindern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Sie waren wirklich die ganze Zeit sehr motiviert und konzentriert bei der Sache. So, als wollten sie unbedingt noch alle Seiten fertig bearbeiten. Sie freuten sich sehr, als dann gegen die Vernissage zeit die BesucherInnen kamen und ihnen beim Arbeiten zuschauten, sich zu ihnen setzten und mit ihnen sprachen... allen konnte man ansehen, dass sie stolz sind auf ihre Arbeiten und das durften sie wirklich: Stolz sein! Sie haben in dieser kurzen Zeit unglaubliches geleistet, Ausdauer, Kraft, dranbleiben und viel Fantasie bewiesen. Der Moment vom aufeinander Stapeln der SANDSTEIN-BLÖCKE für die Vernissage war sehr schöööön. Und sie freuten sich mit den Gästen zusammen, gaben bereitwillig Auskunft darüber, was sie bei diesem ungewöhnlichen Prozess alles erlebten!

Tscharni Jubiläums Fest


Bevor wir unseren letzten, öffentlichen Sandstein Werktag starten, tummeln wir uns auf dem Dorfplatz herum. Die Kinder geniessen die verschiedenen Aktivitäten...