Samstag, 14. Dezember 2013

Kleiner König Kalle Wirsch

Dieses Mal spielen andere Theater!

Mit 17 Kindern und 2 Eltern unterwegs, es war sehr praktisch, dass wir im Tram direkt bis Zytglogge bleiben konnten. 


Die Trambillette und Eintritte konnten wir uns Dank der Postkartenverkäufe mit den Kids in der Stadt leisten. (So ein Ausflug kostet schnell CHF 300). 


Es war ein regelrechtes Tohuwabohu beim Plätze beziehen in drei Reihen. Ich hoffte, dass es die Mitarbeiter_innen von der Garderobe nicht zu sehr stresste.
Drei wunderschöne Marionetten, die haargenau gleich aussahen wie die Puppenspieler_innen, (mit Hilfe der Wurzel Raxel wurden sie geschrumpft!) sind diese zu Beginn an Stelle der grossen Spieler_in in eine Erdhöhle heruntergelassen worden. Ein kuhler symbolischer Einstieg ins Erdreich... Dort ging es dann mit Kalle Wirsch, dem König der Erdmännchenvölker und seinen 2 Freunden, den Menschenkindern Jenny und Max los, auf eine abenteuerliche Reise tief unten in der Erde... Max der Ängstliche und Jenny die Mutige wollen Kalle im Kampf gegen den bösen Anführer Zoppo Trumpe helfen, der Kalle den Thron der Erdmännchen wegnehmen will. Die Kids fieberten vom ersten Moment an voll mit!
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Zoppo Trump der Gefährliche hatte Angst vor dem Zweikampf gegen Kalle Wirsch. Der Kampf sollte bei der Wiwogitrumu-Burg stattfinden. So versuchte er ohne Kampf König zu werden und machte mit seinen Gespielinnen, mit der weissen Ratte und der schwarzen Spinne mit 6 Händen –so lustig!– hinterhältige Verwirrspiele und Fallen, damit Kalle, Jenny und Max den Kampfplatz nicht finden können. Die „drei Guten“ erleben auf ihrem Weg beim Rubinberg, am See der Finsternis und im Gebiet der Erdbeben und Vulkane viele gefährliche Abenteuer.








Die Kids reagierten auf die riesengrossen Bühnenbilder, die schwarzen Höhlenfelsen, oder rubinroten Steine, auf den tiefblauen See oder bei der Hängebrücke im Feuerland... oder auf die Laute und Geräusche aus den Verstärkerboxen... mit lauten „Ah“ und „Oh“ Rufen, schwatzen und zeigten einander aufgeregt was sie alles entdeckten. Es war herrlich, ihren Reaktionen zuzuschauen. Hier und dort hörte ich manchmal ein „bst!“, aber ich liess es einfach Geschehen... Als die Drei den Drachen Murrumesch besiegen müssen, war Joni völlig aus dem Häuschen! Er lebte wirklich mit und war voll in der Geschichte drin!




Nachdem der Drache besiegt war, kamen sie endlich zur Erdmännchenfestung. Dort feuerten die Erdvölkerbewohner_innen die drei Wettkämpfe von Zoppo und Kalle an. Und die Kids auch! Der kleine König Kalle Wirsch gewann gegen Zoppo den Starken zur Zufriedenheit der Kids 2:1, ja!







Zoppo kam am Schluss zum Applaus als ganz kleines Männchen hervor, sein Rock war über die Knie gezogen, aber wie er so gehen konnte war für uns alle ein Rätsel. Kuhl, ein ganz tolles Stück! Phantastisch gespielt! Und die Kids West applaudierten ganz lange, hatten immer wieder Bravo gerufen, Kelvin wollte auf der kleinen Treppe rechts auf die Bühne gehen, im letzten Moment konnte ich ihn gerade noch zurückhalten. Die Mitarbeiter_innen von der Garderobe freuten sich über den Applaus und die Freude der Kids und eine Frau sagte zu mir: Das habe sie noch nie erlebt.

Auf dem Heimweg, zu Fuss zum Tram und im Tram hatten die Kinder viele Fragen: Wie konnte er so klein werden und so gehen? Wie konnte Tutulla (die Fledermaus) fliegen? Wieso konnte die Spinne so lange hochklettern, sie hat doch gar nicht so viel Kraft! Aus was war der Drache gemacht? Wie konnten Kalle und Zoppo so grosse Löcher in den Thron boxen? Wie konnten die Felsen so leicht verschoben werden? Wieso hatte die Spinne 6 Hände... Ich staunte, dass sie so viele Fragen zu den Kulissen, Requisiten und Kostümen stellten, das interessierte sie alle sehr. Ich werde mich erkundigen, ob wir Mal in die Werkstätten und Ateliers von Konzert Theater Bern hereinschauen dürfen...

Am letzten Mittwoch vor den Winterferien bat ich die Kinder eine oder zwei (oder auch mehr wenn sie möchten) Zeichnung oder Bild zu malen, oder auch zu beschreiben, über etwas das ihnen im Theater gefallen hat. Ich erinnere mich an das Spiel des Kohlenarbeiters, ’’mit Worten die gleich anfangen, zusammenhängende Kurzgeschichten machen’’ das faszinierte mich sehr!





 Mohamed 5J





Sonntag, 8. Dezember 2013

Das freie Arbeiten macht immer noch Spass...

...und die Jungs lieben den Ton immer noch!

A. kommt noch nicht lange in's kidswest. Er ist im ersten Kindergarten und ein kleiner Künstler. Er liebt es in's kidswest kommen zu dürfen und ist meistens am Arbeiten, sogar in den Zvieri-Pausen! Als er die Masken sah, wollte er unbedingt auch eine Maske machen. Die grösseren Mädchen haben ihm nach dem Gestalten mit dem Ton immer vorgezeigt, was er in den nächsten Schritten machen kann. Sie haben den Prozess noch gut in Erinnerung und sie liessen ihn auch Skizzen und Bilder herstellen. Ich freue mich über die Unterstützung der drei Assistentinnen-Girls, die ihre Arbeiten wirklich gut machen. 









Moustapha macht eine ganze Familie mit kleinen Köpfen...


 Fjolla und Erzana begleiten die Kids im Malraum 



Mudasir switcht immer zwischen 2-3 Arbeiten gleichzeitig hin und her, das Trocknen geht ihm zu langsam...






Erina, 1. Klässlerin, auch eine Künstlerin schaut, dass die Kinder mit dem Malmaterial und den Pinseln sorgfältig umgehen!




Zwischendurch machen die Kinder oft eine Skizze oder ein Bild, sie zeichnen alle sehr gern...






Dienstag, 12. November 2013

Wir haben freie Zeit gewonnen!


Zeit für Freiarbeiten 

Von den 24 Kids von der EK-Klasse und den TS, die während acht Monaten zu uns ins kidswestAtelier kamen blieben am Ende sieben Knaben und ein Mädchen „hängen“ und sie kommen seither alle regelmässig in die wöchentlich offenen kunstWerkstätten. Sie fordern mich ganz neu heraus! Noch nie hatte ich so viele Knaben im kidswestAtelier und alle auf’s Mal. Damit ich sie besser kennenlernen und herausfinden kann was sie interessiert und was sie denn, wenn sie stolz „ich bin im kidswest“ verkünden, so sehr begeistert? Es ist auch für mich nach sieben Jahren ein Neustart mit dem kidswest.ch!


Zum aktuellen Zeitpunkt stelle ich fest, dass die Kinder zu Beginn unserer Werkstätten einander im Kreis sitzend sehr gern über ihre Alltagsgeschichten erzählen. Das kommt wahrscheinlich von den Erlebnissen mit den Senior_innen im Domicil Schwabgut her.Dass die Kinder einander gerne Geschichten erzählen und sich auch zu hören ist eine willkommene Gelegenheit diese Situation auch zur Förderung des Kollektivgefühls zu nutzen. Ich lasse den Gesprächen freien Lauf, frage hin und wieder gezielt nach und achte darauf, dass etwa alle gleichviel Raum zum Erzählen haben. Manchmal fordere ich sie auf, wer gern möchte, darüber Zeichnungen zu machen. Und ich lasse dabei auch die "Kinder-Fotokamera" im Kreis herum zirkulieren...




Die Jungs arbeiten sehr gern mit Ton. Dabei geht es ihnen weniger um die Resultate, den vielmehr um das Kneten und das wandelbare Gestalten mit dem Ton. Denn wenn sie die Objekte mir und den anderen Kids gezeigt haben, sind sie schon wieder mit einem neuen Stück Ton beschäftigt. Ihre Lebendigkeit und Lust am Experimentieren bereitet mir viel Freude. Ich lasse das Geschehen laufen und bin neugierig wohin diese Arbeiten führen und oder wann es ihnen langweilig wird, mit dem Ton zu arbeiten...



Ganz spontan bilden sich manchmal 2-er oder 3-er Gruppen...




Die Mädchen zeichnen und malen lieber...