Samstag, 9. November 2013

Terminverschiebung der Präsentation SMSEN miteinander...

Zum Projekt Kids West & Senior_innen SMSEN miteinander möchte ich Sie informieren, dass der Präsentationsanlass mit dem Leseabend im Domicil Schwabgut in's nächste Jahr verschoben werden musste. Der Termin ist neu am 21. Februar 2014 um 18h Normannenstrasse 1 Bümpliz gesetzt.

Wegen vollen Terminkalendern von Endo Anaconda – Stiller Has Konzert-Tour "Böses Alter", der Veranstaltungsagenda vom Domicil Schwabgut und Roger Lévy’s kulturTV gab es mehrere Terminkollisionen. Und die Auswahl und Verarbeitung der vielen Gespräche zwischen den Kids & Senior_innen für die "SMS-Texte" der Publikation haben wir auch ziemlich unterschätzt. Dafür sind wir sehr froh, wenn wir mehr Zeit gewinnen!


Aktuell stelle ich fest, dass die Kinder zu Beginn unserer Werkstätten einander im Kreis sitzend sehr gern von ihren Alltagsgeschichten, & -erlebnissen erzählen und auch interessiert zuhören. Das kommt wahrscheinlich vom Austauschen der Erlebnisse mit den Senior_innen im Domicil Schwabgut. So hat denn die „geschenkte Zeit“ auch einen grossen Vorteil, denn wir können diese Zeit prima nutzen, indem ich mit den Kids West einzelne Senior_innen privat bei ihnen Zuhause besuchen darf! Die Kids lieben es, die „alten Leute“ (wie die Kinder sie nennen) zu besuchen! Dort machen sie nun über das was sie sich gegenseitig erzählen Zeichnungen. Wir werden dann eine demokratische Abstimmung durchführen (mit Strichli auf den Rückseiten) welche Zeichnungen wir dann in der Publikation abbilden wollen.
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Erina erzählte mir total aufgeregt, diese Frau hat diese Puppen alle alleine gemacht! Oh die sind so schön! Am liebsten hätte sie alle Bäbi mit sich nach Hause genommen.





Zum Teil haben die Kids Notizen direkt auf ihre Zeichnungen gemacht oder auf die Rückseiten. Einige haben Karten voll geschrieben und teils können sie haargenau nacherzählen was sie gehört haben. Die Kleinen fragen manchmal auch die grösseren Mädchen, ob sie ihnen beim Schreiben helfen können. Andere schreiben einfach wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und das ist dann ein richtiges Abenteuer solche Texte verstehen zu können :))

  




Das Haus mit dem Garten vor der Tür, lustig wie die Gärten verschieden gezeichnet wurden...


Dieser Vorgarten ist ein kleines Paradies geworden...





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Das Projekt wird Unterstützt von: 

Domicil Schwabgut 
FONDATION Michèle Berset
Frauenverein Bümpliz-Bethlehem






Sonntag, 20. Oktober 2013

Begegnungen mit Endo in Kleingruppen - Ein lebhaftes Allerlei

Endo befragte und moderierte die Gespräche zwischen den Kids und Senior_innen in Gruppen und in einem kleineren Raum. So konnte Roger die Stimmen besser hörbar aufnehmen als das letzte Mal im Plenum, mit den vielen Nebengeräuschen. Das ist für die Audio-Files, die dann auf DVD's gebrannt werden sollen wichtig.
Das lebendige Fragen-Potpourri von Endo bewegte die Erzähler_innen sich an allerlei zu erinnern und einander ihre Erlebnisse zu erzählen. Da wurde über Staubesel, Bockkartoffeln, Bauernknechte und den Armenvatter, den Doktor Walter Barsch, die Teufelsschlucht, die Israel Rundreise vor dem Krieg, über Tram- und Bahnschienen in Budapest, über's Windeln waschen, Pampers und Nuggeli, die Skaterbahn und Stinkfinger, über leckere Würstchen und einen "Chüngelistau" im Hochhaus erzählt... Und Esrom fällt in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder ein, lautstark mitzuteilen, dass er ein Buschauffeur werden will! Er sagte auch zu Endo: Eigentlich bist du nicht ein alter Mann.  





Nach den Gruppengesprächen empfing ich die Kids und Betagten unten im grossen Saal wo ich sie bat, das was sie mit Endo erlebten nun miteinander zu zeichnen. Ihre gehörten- und erzählten Geschichten dokumentierten sie dann teils miteinander und oder nebeneinander mit Farb- & Filzstiften auf schönen und grossen Zeichenblättern. Die drei grösseren Girls begleiteten diese Begegnungen und notierten Passagen oder Stichworte aus den Geschichten für die kleineren Kids, die noch nicht so gut schreiben können.

















Das Projekt wird Unterstützt von: 

Domicil Schwabgut 
FONDATION Michèle Berset
Frauenverein Bümpliz-Bethlehem





Donnerstag, 17. Oktober 2013

SMSEN... Wenn Geschichten durcheinander purzeln...

Über nächtliche Velofahrten, Hundepfoten die Ampelknöpfe drücken und über "diä cheibi Häx u chlini Büri"  


Wir freuten uns sehr auf die erste Begegnung mit den Senior_innen und ich war auch gespannt, wie die vielen kleinen Knirpse das machen werden? Ob sie die betagten Leute verstehen können? Und die Senior_innen, ob sie das noch ziemlich eingeschränkte Deutsch der Kids verstehen werden? Ob die Kids auf die Geschichten der Senior_innen eingehen können? Ob sie darauf mit einer Geschichte die sie erlebten antworten werden oder ihnen dann einfach etwas ganz anderes erzählen? Es ist ein Abenteuer und ich freue mich auf die kurzen Erzählungen, die sie einander mitteilen werden...



Die Sitzordnung im Kreis herum ergab sich ganz spontan. Zu Beginn harzte es etwas, die Kids wollten nicht zuerst reden. Eine Frau erzählte dann eine ganz traurige Geschichte. Darauf bat ich Navin etwas zu erzählen, er weiss immer etwas zu berichten.  Er erzählte von einer Englischstunde wo die Lehrerin ein Wort falsch auf die Tafel schrieb, das dann ein ganz schlimmes Wort war. Und Frau W. erzählte dann eine lustige Geschichte darauf, wie sie vor vielen Jahren durch ein kleines „Buebeli“, das noch nicht richtig sprechen konnte zu ihrem Namen kam! Der Kleine wurde bei einer Begegnung im Treppenhaus von seiner Mutter gefragt: „Wär isch das?“ Er habe sie treuherzig angeschaut und geantwortet: „Di auti Sou“. Er konnte das S noch nicht sagen und sagte statt Frou, Sou. Seitdem sei sie „di Auti“! Das war so lustig wie sie das sagte und einige Kids lachten ohne Hemmungen drauf los.

Nun wurden die Gesprächsteilnehmer-innen, auch die Kinder lockerer und sie erzählten sich über Schneebälle, die unglücklich getroffen haben oder über die Hundesprache und wie Blindenhunde blinde Menschen führen und mit ihren Pfoten die Ampelknöpfe drückten. Oder: „Das isch e cheibi Häx gsy, so ne chlini Büri!“ und: „...de hei mer öppis gseh wo mer nid hätte söue! Polizei het ne de packt“ Dann gab es auch abwesende Momente, vielleicht weil man nicht mehr so gut hörte und die Kinder manchmal zu leise gesprochen haben: „Herr W., was chunnt nech i Sinn? Herr W. was chunnt nech...“ Er war bei den „Zöpfli vom Meitli das neben ihm sass und sagte: „Settegi Haar wi das Meiteli het, gseht me aube uf Afrika Fotos.“



Und es gab auch „Verlorene Geschichten“, die mich sehr berührten, da wurden zeitliche Abschnitte durcheinander gebracht und plötzlich von etwas ganz anderem weitererzählt... Oder Abschweifungen und sprunghafte Begebenheiten, von anderen Menschen, anderen Orten erzählt... Solche Geschichten wären auch ein Kapitel. 


Schliesslich wurden noch schlitzohrige Streiche und Erinnerungen über den ersten Schultag erzählt. Das war sehr amüsant und die Streiche bleiben immer die Gleichen...




Den Kids hat dieser Nachmittag sehr gut gefallen und sie waren sehr beeindruckt, sie erzählten einander danach über ihre Erlebnisse...

Danke für die Unterstützung an: 

Domicil Schwabgut 
FONDATION Michèle Berset
Frauenverein Bümpliz-Bethlehem