Donnerstag, 22. November 2012

DIGITALES KUNSTSPIEL - Vom Tanz mit dem Schatten


Wie tanzt ein Feuer? Oder vom Tanz mit dem Schatten

Mit der kleineren Gruppe am Vormittag kommen wir zügig voran, es macht natürlich einen grossen Unterschied ob wir mit 10 Kids zusammenarbeiten oder mit 25 Kids wie Nachmittags. Nathay übersetzte was Diego heute filmen wollte. Das letzte Mal hatten die Kids das Feuer gemalt und heute ging es darum, genau dieses Feuer und die vielen kleinen Flammen zu tanzen. Die ersten Übungen erfolgten wie gewohnt im Kreis miteinander und Diego und Nathay zeigten ihnen kurz vor den Aufnahmen vor, wie sie ihre Flammen tanzen und züngeln liessen...



Die Kids hatten dann mega viel Spass selber ein Feuer zu sein und es war lustig zuzusehen, wie die Kids entsprechend ihrem Temperament rhythmisch andere Flammen ausdrückten. Alle hatten toll geschwitzt und einander interessiert zugeschaut. Sie heizten sich gegenseitig toll ein und alle wollten den Feuertanz unbedingt ein zweites Mal vortanzen! 

















Barbara brachte heute die selber zusammengeklebten Hefte und Leporellos der Kids mit, damit die Kinder uns ihre Geschichten zu den Bildern nun erzählen können. Die Zeichnungen sind so schön und es ist faszinierend, wie einige Bilder auf Anhieb Seelen berühren können. Dem sage ich das ist Kunst, wenn Bilder berühren und gedanklich bewegen... Und es ist auch so, wenn Kinder ihre Geschichten zu den Bildern erzählen, man plötzlich Dinge sehen kann, die man vorher gar nicht beachtete. Oder man kann ein kleines Monster dann als den Berg mit einem Totenkopf mit Türeingang erkennen oder das kleine Hündchen ist ja in Wirklichkeit ein starker Löwe...! Sehr schön diese gezeichneten Geschichten! Und spannend, wie sie diese erzählen. Ich finde es so wichtig, Kinder Erlebnisse oder Geschichten möglichst oft auch zeichnen zu lassen. 













Am Nachmittag stieg Sophie mit den Bildern ein. Es ging darum, die noch fehlenden Esszimmer, Tische, Stühle, Polstergruppen... und die Kühlschränke mit den verschiedenen Esswaren zu zeichnen. Wir teilten die Kids wieder in Gruppen auf und überall verstreut unterhielten sie sich angeregt und es wurde eifrig illustriert. 













Nach der Zvieripause ging’s dann weiter mit dem Feuer- und Schattentanz. Ausgerechnet Raquel die Tänzerin war nicht da, sie war krank und fehlte uns heute wirklich! Dafür war Mailing eine Praktikantin bei uns, die sich schnell und unkompliziert integrierte und spontan mitspielte. Auch hier sind wir im Kreis eingestiegen. 






Ich bemerkte, dass es für Diego und Nathay am Nachmittag schwieriger war den Kids den Feuertanz und das Tanzen mit dem eigenen Schatten dann im KUNSTSPIEL zu erklären, als den Kids am Vormittag. Und erst jetzt beim Blog schreiben fällt mir ein, dass diese Gruppe ja keine Flammenbilder malten. Kuhl, das ist sehr aufschlussreich und zeigt deutlich, dass die Flammen durch das Begreifen beim Malen dann im körperlichen Darstellen schneller erfühlt, d. h., „begriffen“ wurden. Schliesslich haben aber auch sie sich dann beim Tanzen vor der greenscreen ganz toll verausgabt und waren alle ziemlich aufgeheizt danach :)) Diese Feuerflammentänzer und –tänzerinnen werden dann im KUNSTSPIEL auf den Boden projiziert und die Kinder können dann mit ihrem eigenen Schatten tanzen!


















Das Projekt DIGITALES KUNSTSPIEL wird unterstützt von:

FONDATION Michèle Berset hier; Pro Helvetia: hier; Bürgi-Willert-Stiftung: hier; Die Mobiliar: hier; Burgergemeinde Bern: hier; westwind6: hier; kidswest.ch: hier; Orto delle Arti I : hier; und Rohling hier 






Donnerstag, 15. November 2012

PIAZZA MEZZOMONDO BERN WEST


Improvisieren, Theaterspielen und eigene Geschichten darstellen

Beide Gruppen probten heute verschiedene Gefühle auszudrücken und damit zu spielen. Das geht im Kreis wunderbar weil so gewährleistet ist, dass die Kinder der Reihe nach ausprobieren dürfen und alle konzentriert zuschauen oder mitspielen können.






Zwischendurch schauten sie am Computer zu wie das Andere spielten und darstellten. 


Dann konnten sie von ein paar Themen auswählen zu welchem sie gerne zu zweit improvisieren wollten. Die Kids hörten einander erstaunlich gut zu! Und wenn etwas wirklich gut war, dann lachten sie herzhaft und klatschten begeistert in die Hände!





Oder die Kids durften frei im Raum herumgehen und Diego und Nathay sagten abwechselnd ein Adjektiv oder Verb und die Kids sollten dann diese Wörter sofort darstellend umsetzen. Diese Wörter und Aktivitäten stammen aus vorangegangenen Übungen und Erzählungen der Kids. Mitten im Spiel nahmen alle Kinder immer auch spontane Kontakte zu ihren gerade in der Nähe spielenden KameradInnen auf und spielten miteinander weiter. Das machten die Kids nicht nur gern, so spielten sie ihre Rollen absolut natürlich und die meisten ohne Hemmungen und mit viel Fantasie! 



In Zwischenrunden in Kleingruppen aufgeteilt tauschten sich die Kinder dann über das Erlebte aus. Raquel, Martina, Nathay, oder die grösseren Mädchen, Selina, Fjolla, Alberta, Erzana machten Notizen, schrieben das, was den Kids am besten gefallen hatte auf oder ergänzten die Geschichten der Kids und ihre Ideen... Zum Glück haben wir so viele kreative Begleiterinnen in diesem Projekt! Ohne diese wunderbare Möglichkeit zwischendurch in Kleingruppen zusammenarbeiten zu können kämen wir wahrscheinlich nicht so flott voran! Denn manchmal sind die Kids auch ganz schön wild und ihre sprudelnden Ideen brennen mit ihnen durch! 






Bei Spohie hatten die Kids dann zu verschiedenen Themen Bilder gezeichnet, zum Bsp. Was war deine grösste Dummheit die du machtest? Oder was machst du gar nicht gern? Was am liebsten? Was war das mutigste, das du in deinem Leben machtest? Für die Kinder ist das überhaupt kein Problem ganz spontan etwas zu einem Thema zu zeichnen, das fliesst nur so aus ihnen heraus. Aber eine grösste Dummheit zu finden war für viele sehr schwierig, denn niemand machte Dummheiten! ;)) Wer spricht denn schon gern über seine eigenen Dummheiten? Und schliesslich wissen wir ja alle von kleinstem Alter an, dass man keine Dummheiten machen sollte! Gut, dass die Kids hier lernen darüber zu sprechen oder sie zu zeichnen, denn aus Dummheiten kann man doch viel lernen, nicht wahr? 


M. sass ganz allein für sich im Vorraum am Tisch und schrieb mit intensiver Hingabe seine eigenen Geschichten! Er strahlte mich an als ich mich dafür interessierte und er fragte mich sofort wie man Rucksack schreibt? Ich entschied mich einfachheitshalber für das Buchstabieren ohne ck, also für Ruksak. So fragte er mich noch eine ganze Weile nach weiteren Wörtern die er wissen wollte, wie man sie schreibt... :))