Mittwoch, 17. Oktober 2012

DIGITALES KUNSTSPIEL – Mit dem Feuer spielen


Heute kam zum ersten Mal auch die Schauspielerin, Tänzerin und Artistin Nathay Dardel! 
Ich freue mich sehr auf ihre Mitarbeit im PIAZZA MEZZOMONDO BERN WEST, sie wird das Team Diego & Sophie im Spiel mit den Kids sehr gut ergänzen. 


Barbara teilte uns als sie mit den Kids bei uns eintraf mit, dass sich die Kids sehr freuten wieder ins kidswest kommen zu dürfen. Diego zeigte den Kids Videobeispiele und erzählte ihnen was sie heute miteinander üben werden. Nathay übersetzte spontan auf Deutsch und zeigte den Kids die Köperübungen vor. Sie sprangen von Stein zu Stein, überquerten einen wilden Fluss, schwammen als Fische unter Wasser und in wilden Wellen und mussten zuletzt über Feuerflammen springen.... So kamen sie Feuererprobt und gut aufgewärmt zu Sophie in den Malraum. Als alle in Malschürzen und in viel zu grosse Hemden gekleidet waren, teilte sie die Kinder in drei Gruppen ein, gelb, orange und rot. Der Reihe nach gab sie den Kids Regieanweisungen was sie mit ihrer Farbe auf der schwarzen Malfläche mit den Pinseln und oder Fingern, Zahnbürstli malen oder spritzen durften.... Wenn Sophie STOPP sagte, kam die nächste Farbe dran usw... Bei jedem Stopp mussten die Kids auf die Seite treten und Diego machte ein Foto. Das Feuer entwickelte sich zusehends in bewegliche Flammen. Das war gar nicht so einfach, die Kids im richtigen Moment zu stoppen und sie die nächsten Flammen gestalten zu lassen... Nathay half mit die Kids der Reihe nach aufzustellen und organisierte den Wechsel der Gruppen, während Sophie sich auf das wachsende Feuer auf der Malfläche konzentrierte. Das Feuer wurde grösser und grösser und zunehmend auch wilder... Das hatte den Kids viel Spass gemacht und sie hatten alle sehr diszipliniert mitgemacht! Die Knaben lieben Diego und sie hatten ihn am Schluss in Beschlag genommen, ihm viele Fragen gestellt und mit ihm noch einwenig herumgealbert..., das lieben sie!











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Das Projekt PIAZZA MEZZOMONDO BERN WEST und DIGITALES KUNSTSPIEL wird unterstützt von: FONDATION Michèle Berset; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung; Bürgi-Willert-Stiftung; Die Mobiliar; Burgergemeinde Bern; PROJEKT KIDSWEST.CH; westwind6 - Stadt Bern BSS; Orto delle Arti I
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Samstag, 13. Oktober 2012

KIOSK –offspace – FASSADE


Eine Zusammenarbeit mit Caroline von Gunten & Assist Carlotta Chablais 
Begleitung Meris und Vincent Chablais

Der Grundgedanke zum Projekt KIOSK -offspace ist, dass  junge Kunst-Studierende durch ihre Dozenten mit den KidsWest freie ExperimentierRäume entdecken und spontane Kunstprojekte und -aktionen miteinander erleben. Alle Beteiligten, die Kunstschaffenden, -vermittelnden & -studierenden und die Kids können voneinander und von den Lernprozessen profitieren, es ist eine Win-Win Strategie.
Im Vorfeld begegneten Caroline von Gunten, Marie Sahy und Vincent Chablais den KidsWest zu einer ersten Kontaktaufnahme zum gegenseitigen kennenlernen und austauschen. 

Mit Caroline fuhr ich danach mit dem Auto in 2-3 Quartieren in Bern West herum, wo sie ein paar Fotos machen konnte. Nach erfolgtem Mailideenaustausch zwischen der Studentin und den Kids entstand die Idee ein „Kleid“ – Fassade für den KIOSK zu machen, die Caroline mit einem mobilen Atelier mit Kindern von Bern West direkt vor Ort in drei verschiedenen Quartieren durchführen will.  

Mobiles Atelier im Bachmätteli
Vor der Aktion machten wir im Statthalter Schulhaus mit kleinen Flyern Werbung für den mobilen Atelier Anlass im Bachmätteli-Park. Wir waren sehr gespannt, ob und wie viele Kinder kommen würden? Caroline erteilte uns Anweisungen wie sie das mobile Atelier aufteilen wollte. Es gab drei Stationen mit grossen Plastikplachen, eine zum Zeichnen und Malen, die zweite diente als Schreibwerkstatt und die Dritte wurde für das Trocknen der Werke hingelegt. Als die Pinsel, Schwämme, Lappen, Leindwandstücke, Filzstifte und wasserfesten Marker, die Farbschälchen, Wasserkübel und die Kiste mit den Malschürzen & Hemden exakt auf den zugeordneten Plachen pünktlich verteilt waren, kamen schon die ersten Kids vom nebenan liegenden Spielplatz zu uns herüber. Caroline hatte die Kids spontan empfangen und sie erklärte ihnen den KIOSK und die FASSADE die nun dafür gestaltet werden soll und welche Themen die Kids auf die Leinwände malen, bezeichnen, beschreiben... dürfen. Woher kommst du? Wie sieht dein Haus aus? Wer ist deine Familie? Was machst du in deiner Freizeit? Was spielst du am liebsten? Wo triffst du dich mit deinen Freunden und Kolleginnen? Was gefällt dir in deinem Quartier? Was gefällt dir nicht? Habt ihr Geheimnisse? Und anderes mehr. Carlotta bereitete den Kids ihre gewünschten Farbpaletten zu und schon hatten sich die Kids auf ihren Plätzen eingerichtet und waren mitten in ihren Bildern... Oft geben sich Kinder zu schnell mit ihren Arbeiten zufrieden weil sie denken, dass sie keine Menschen, Vogel oder ein Kind das den Turm hinauf klettert oder anderes nicht zeichnen oder malen können. Wenn ein Kind sich mit seinem unfertigen Bild zu schnell zufrieden gab setzte sich Caroline geduldig neben das Kind und stellte ihm viele Fragen zu seiner Darstellung oder Geschichte und ermutigte es, dass es das malen kann. Die Stimmung im Bachmätteli war super! Erstaunlich war, die kleinsten Kids waren 5 jährig und die älteren zwischen 14 und 17 Jahre alt. Manchmal malten zwei oder drei Kinder verschiedenen Alters und -Nationen gemeinsam an einem Bild. Carlotta machte sich mit einer Wegwerfkamera und ein paar Kids auf den Weg um mit ihnen in ihrem Quartier Orte zu fotografieren, die die Kinder auswählten und selber fotografieren durften. Ein paar dieser Bilder sollen dann mit einem Digitalprint auf Teilstücke gedruckt werden. Auf einem Bänkli sass ein älteres Mädchen, das eine lange Weile sehr interessiert zuschaute. Carlotta holte es dort ab und erklärte ihm was wir machen. Es stellte sich heraus, dass es erst seit kurzer Zeit in der Schweiz ist, aus Serbien kam und noch nicht so gut Deutsch sprechen konnte. Es wartete auf seine Mutter und wollte nicht mitmachen. Als seine Mutter mit den Einkaufstaschen daher kam, ging das Mädchen mit ihr weg. Ich rief dem Mädchen nach, es solle doch nachher wieder kommen. Es nickte mir zu. Und tatsächlich kam es etwa eine halbe Stunde später wieder und brachte seinen Bruder mit. Der konnte besser Deutsch als seine Schwester. Die Begegnung mit ihnen war sehr spannend und lebendig! Die Bilder und Geschichten die sie malten berührten Caroline und mich sehr. Wir gaben ihnen einen Flyer vom kidswest.ch mit, ich hoffe, dass sie Mal zu uns in’s Atelier kommen... Ja, das war für uns alle Beteiligten ein sehr schönes Erlebnis! Nun wo wir wissen dass alles bestens klappt, freuen wir uns auf den nächsten mobilen Atelier Anlass der im Gäbelbach stattfinden wird.















Unterstützt von:
Paul Schiller Stiftung hier
Kultur Stadt Bern hier

Erziehungsdirektion des Kantons Bern hier


Mittwoch, 10. Oktober 2012

MEMORY – Spielen

Pascal Studer, Soziokultur - Leiter vom Domicil Schwabgut hatte den Spielnachmittag für Mittwoch den 10. Oktober in den Herbstferien sehr gut vorbereitet. 


Wir freuten uns alle sehr auf diesen Anlass und auch auf die MEMORY–Spielkarten, denn diese konnten wir an diesem Tag zum ersten Mal sehen. Die Spieltische waren wie in einem Spielcasino im ganzen Raum verteilt und die MEMORY-Spielkarten zum Spielen einladend schön auf den Tischen ausgebreitet. 



Sehr aufmerksam lagen auf jedem Tisch auch feine, kleine Toblerönli für die kleinen und grossen Schleckmäuler bereit! Die Spieltische füllten sich einer nach dem andern und die Zusammensetzungen der Spielpartner bildeten sich zwischen den Kids und SeniorInnen absolut natürlich, wie selbstverständlich. An einigen Tischen spielten sie frisch und fröhlich drauflos andere zogen die Spielanleitung bei, Sophie und Pascal setzten sich mal an diesen oder jenen Tisch und spielten mit, Diego war mit seiner Videokamera von Tisch zu Tisch unterwegs und Daniela Marenah, Redaktorin von der BümplizWoche fotografierte die SpielerInnen und setzte sich hier und dort dazu, manchmal spielte sie auch spontan mit... 





Listig wird das kidswest & Domicil Schwabgut MEMORY-Spiel insbesondere dann, wenn jedeR SpielerIn beim Gewinnen eines Pärlis die MitspielerInnen zum Thema das er ablegen darf, auch dazu „Ausfragen“ darf! Zum Beispiel: Was war deine grösste Dummheit? Wovor hast du Angst? Was machtest du an deinem ersten Date? Das fördert eine nicht alltägliche Kommunikation untereinander, Geschichten werden erzählt, Erinnerungen wachgerufen, Erlebnisse wieder belebt... man kommt sich über diese Erzählungen im Spiel näher und lernt einander besser kennen.







Eine grosse Überraschung gab’s zum Abschluss dieses gemütlichen Nachmittags, denn Pascal teilte uns mit, dass alle Beteiligten eine MEMORY-Spieldose mit nach Hause nehmen dürfen! Ein herzliches Dankeschön an das Domicil Schwabgut, dass wir mit den KidsWest und den SeniorInnen zusammen ein unvergessliches Projekt mit einem lebendigem Spielnachmittag miteinander erleben durften.




Donnerstag, 20. September 2012

MEZZOMONDO Gefühle erleben & spielen

Klick auf die Aufnahmen zeigen eine vergrösserte Ansicht

Am 2. Tag konnten wir nach anfänglich zeitlichem Durcheinander dann doch alle miteinander beginnen. 


Diego Roveroni setzte an diesem Tag mit dem Spielen in der Gruppe an, wobei das Interesse hauptsächlich beim Erleben und Darstellen von Gefühlen lag. Auch hier erzählte er vorab immer Geschichten, damit die Kinder sich ihre eigenen Bilder dazu vorstellen konnten. In den Gruppen-Spielprozessen bezog er alle Kids abwechselnd in das Geschehen ein, danach machten alle gleichzeitig das Gleiche. 



Das kreative Potential und die individuellen Fähigkeiten der Kids flossen spielerisch in die ständig sich wechselnden Aktionen ein. Sie können einander ihre Ausdrucksformen zeigen oder sich gegenseitig abschauen. Die in spontaner Aktion erlebten und empfundenen Erfahrungen fliessen so spielend in das gemeinsam zu erarbeitende Theater oder Game ein. 


Als ich ein Mädchen wiederholt nach ihrem Namen fragte, stemmte sie ihre Arme in die Hüften und sagte mit keck erhobener Nase zu mir: „Jetzt habe ich dir meinen Namen schon soooo oft gesagt!“ Ich musste ja so lachen und ich zeigte ihr ihre Geste und strich mir meinem Arm entlang, dann musste sie lachen! 


Zum Abschluss machte Diego mit den Kids eine lange Reise kreuz und quer durch den ganzen Raum. Dabei erzählte er, was ihnen auf dieser Reise alles begegnete: Einen Giraffen mit langem Hals haben sie gesehen und alle mussten mit einem ganz langen Hals durch den Raum gehen, oder sie durften den Zug nicht verpassen oder es war ganz kalt und alle froren ganz erbärmlich... er gab kurze Regieanweisungen und alle tanzten oder spielten nach seinen Anweisungen. 


Das war so lustig diesem Treiben mit der Kamera von aussen zuzuschauen... es sah aus wie eine tänzerische Choreografie, die auf den Zeitpunkt genau miteinander harmonierte. Und alle Kids machten mit grosser Begeisterung mit.


Sie wollten noch mehr spielen und dieses oder jenes Spiel nochmals spielen... Ich finde es wichtig das selber Erlebte einander dann erzählen zu können. Meist geschieht dies beim gemeinsamen Aufräumen nach dem Malen und Zeichnen mit uns Leitenden und unter den Kids untereinander. 






Aber an diesem 2. Tag blieb auch zu wenig Zeit um die Erlebnisse zeichnerisch festzuhalten...

Die Aufnahmen stehen im Zusammenhang zum Text, sind aber zufällig angeordnet.

Ich möchte die Kinder zu eigenen Tagebüchern anspornen, sie sollen alle ein Heft oder Buch erhalten, das sie selber gestalten dürfen. Gegen Mitte Dezember sollen diese Tagebücher eingesammelt werden und eine Jury ermittelt dann nach einem Punktesystem die lebendigste Dokumentation... diese soll dann mit einem Gutschein nach Wahl des oder der GewinnerIn belohnt werden.
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Das Projekt PIAZZA MEZZOMONDO BERN WEST und DIGITALES KUNSTSPIEL wird unterstützt von: FONDATION Michèle Berset; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung; Bürgi-Willert-Stiftung; Die Mobiliar; Burgergemeinde Bern; PROJEKT KIDSWEST.CH; westwind6 - Stadt Bern BSS; Orto delle Arti I
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